»Corin«, flüsterte Knappe Giles, »Vater«. Jedenfalls dachte er, das geflüstert zu haben.

»Sophia, ich warte auf dich«. Es wurde ganz dunkel.

»Tom«. Nun war es auch ganz still geworden.

Dunkel und still.

Ich atme nicht mehr, dachte Jonathan und war ungeheuer glücklich.

»Jonathan«, rief eine Stimme in die finstere Lautlosigkeit. Wer war dieser Jonathan?

»Jonathan«, schrie die zitternde Stimme ein zweites Mal und führte die lautlose Finsternis ad absurdum. Hier ist kein Jonathan, dachte Jonathan, bitte weitergehen.

»Jonathan«, rief die Stimme noch einmal und brach. Jemand weinte. Wer ist denn da?

»Jonathan, ich…«, stotterte die Stimme schluchzend. »Ich…«. Ja, was denn? Was du? Was ist mit dir? Was willst du von mir? »Ich…«

Jonathan öffnete die Augen und es war erstaunlich hell. Über ihm hing ein fürchterliches Monster. Das Monster hörte auf den Namen Tom, hielt eine Hand an Jonathans Wange und mit der anderen drückte es auf seine Brust. Ein Wasserfall rauschte über die Wangen des Monsters. Aber jetzt kniff es die Augen zusammen und lächelte und sabberte. Und jetzt nahm es die Hände von ihm und schlug sie sich vor das eigene Gesicht, was keine gute Idee war, denn die Hände waren blutverschmiert wie sonst was.

Hey, das war ja Jonathans Blut. Sein Blut. Mein Blut.

Von einem Moment zum anderen war Jonathan wieder bei sich. Er beugte sich hoch. Seine Brust schmerzte höllisch. Blut lief über seine Weste. Zu seinen Füßen lag ein riesiger Braunbär, tot. Der Altar stand in Flammen und machte Licht. Thomas fuhr sich panisch durch das Gesicht und verwischte Tränen mit Blut.

Das Probekapitel stammt aus dem zweiten Teil der Nordpiraten und wurde unter anderem ausgewählt, weil es relativ abgeschlossen ist und wenig Referenzen zur Vor- und Folgegeschichte enthält. 

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